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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Donaueschingen - Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2021112309132453438 / 597828-2021
Veröffentlicht :
23.11.2021
Angebotsabgabe bis :
20.12.2021
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Verhandlungsverfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
71240000 - Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
71300000 - Dienstleistungen von Ingenieurbüros
71222000 - Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen
71521000 - Baustellenüberwachung
DE-Donaueschingen: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

2021/S 227/2021 597828

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Regierungspräsidium Freiburg, Landesbetrieb
Gewässer, Referat 53.1, Dienstsitz Donaueschingen
Postanschrift: Postfach 1941
Ort: Donaueschingen
NUTS-Code: DE13 Freiburg
Postleitzahl: 78156
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): wat Ingenieurgesellschaft mbH, Kleinoberfeld 5, 76135
Karlsruhe, Hr. Dietz
E-Mail: [6]h.dietz@wat.de
Telefon: +49 7219872151
Fax: +49 721987288
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [7]www.rp.baden-wuerttemberg.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und
vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter:
[8]https://www.subreport.de/E91374929
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via:
[9]https://www.subreport.de/E91374929
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten
Kontaktstellen
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Umwelt

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Gewässerökolog. Maßnahmen am Neckar, zeitparallel mit der LGS Rottweil.
Planungsleistungen: Freianlagen, Ing.-BW, Techn. Ausrüstung, TWP,
Hydraulik, Vermessung.
Referenznummer der Bekanntmachung: FI 3091
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie
planungsbezogene Leistungen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Das Regierungspräsidium Freiburg beabsichtigt in Rottweil am Neckar die
Umsetzung gewässerökolog. Maßnahmen. Diese beinhalten Ing.- und
Arch.-Leistungen (Objekt-, Fachplanungen); vgl. zugeh.
Planungsleistungen unter Ziffer II.1.1. Die vorgesehene Ausführung
erfolgt über eine Flusslänge von ca. 1,7 km in den Abschnitten: 1)
(Teil-) Rückbau Wehranlage, Neubau Pegel. 2) Revitalisierung Neckar im
LGS-Kerngebiet, Rückbau Bestandspegel. 3) Revitalisierung Neckar im
Staubereich. Optional: Weitere ca. 400 m (Neckarinsel). Die Maßnahmen
bzw. Planungsleistungen sind zeitparallel mit den durch die Stadt
Rottweil über einen Landsch.-Arch.-Wettbewerb ausgelobten Maßnahmen zur
Landesgartenschau (LGS 2028) abzuwickeln u. mit diesen abzustimmen.

Zur Vergabe der Planungsleistungen wird ein Verhandlungsverfahren mit
TN-Wettbewerb durchgeführt; die Vergabe erfolgt stufenweise.

Auf erläut. Unterlagen, die von der Vergabeplattform gem. Ziff. I.3
kostenfrei heruntergeladen werden können, wird verwiesen.
II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
Wert ohne MwSt.: 600 000.00 EUR
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
71222000 Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen
71521000 Baustellenüberwachung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE135 Rottweil
Hauptort der Ausführung:

Rottweil
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

II.2.4.1 Leistungsumfang.

Der Planungsbereich erstreckt sich von der Prim-Mündung in den Neckar
bis zur Schindelbrücke im Kernbereich der Stadt Rottweil. Und optional
weiter bis zu einer städt. Insel.

Ziel ist eine Verbesserung der Gewässerökologie hin zu einer Erhöhung
der Strukturdiversität und einer naturnahen Gewässerstruktur im Sinne
der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

Der Leistungsumfang der zu vergebenden Planungsleistungen gliedert sich
in folgende Teilleistungen und Stufen:

Pos. 1) Objektplanung Freianlagen.

Hier: Naturnahe Gewässer- und Ufergestaltung.

Eine Vorentwurfskonzeption liegt vor.

Pos. 1.1) Grundleistungen nach § 39 HOAI. Für die 3 Haupt-Maßnahmen.

Pos. 1.1.1) Leistungsphasen 1 und 2 nach Erfordernis (Übernahme
Vorstudie. Komplettierung, soweit noch erforderlich).

Pos. 1.1.2) Leistungsphasen 3 bis 4.

Pos. 1.1.3) Optional: Leistungsphasen 5 bis 9.

Pos. 1.2) Besondere Leistungen (Haupt-Maßnahmen).

Pos. 1.2.1) Optional: Erstellen von Leitungsbestandsplänen, ergänzend
zur Grundleistung Leitungserkundung. Verantwortliche Recherche der
Leitungen, bekannte Daten werden zur Verfügung gestellt.

Pos. 1.3) Grundleistungen (Insel-Bereich).

Pos. 1.3.1) Optional: Leistungsphasen 1 bis 4.

Pos. 1.3.2) Optional: Leistungsphasen 5 bis 9.

Pos. 1.4) Besondere Leistungen (Insel-Bereich).

Pos. 1.4.1) Optional: Erstellen von Leitungsbestandsplänen, ergänzend
zur Grundleistung Leitungserkundung. Verantwortliche Recherche der
Leitungen, bekannte Daten werden zur Verfügung gestellt.

Pos. 2) Objektplanung Ing.-Bauwerke.

Hier: Rückbau Wehranlage, Betonsanierung, Fußgängerbrücke,
Pegel/Pegelhaus.

Pos. 2.1) Grundleistungen nach § 43 HOAI.

Pos. 2.1.1) Leistungsphasen 1 bis 4.

Pos. 2.1.2) Optional: Leistungsphasen 5 bis 9.

Pos. 2.2) Besondere Leistungen aus dem Leistungsbild für Ing.-BW nach
Anlage 12.1 HOAI.

Pos. 2.2.1) Optional: Örtliche Bauüberwachung.

Pos. 3) Fachplanung Techn. Ausrüstung.

Für: Pegel.

Pos. 3.1) Grundleistungen nach § 55 HOAI.

Pos. 3.1.1) Leistungsphasen 1 bis 4.

Pos. 3.1.2) Optional: Leistungsphasen 5 bis 9.

Pos. 4) Fachplanung Tragwerk.

Einfache Tragwerke. Umgang mit Bestandsbauwerken.

Pos. 4.1) Grundleistungen nach § 51 HOAI.

Pos. 4.1.1) Leistungsphasen 1 bis 4.

Pos. 4.1.2) Optional: Leistungsphasen 5 bis 9.

Pos. 5) Leistungen nach Baustellenverordnung.

Pos. 5.1) Grundleistungen SiGeKo.

Pos. 5.1.1) Optional Leistungen während der Planung der Ausführung.

Pos. 5.1.2) Optional Leistungen während der Ausführung.

Pos. 6) Vermessungsleistungen nach Bedarf Pos. 6.1) Planungsbegleitende
Vermessung Pos. 6.1.1) Optional Leistung aus dem Leistungsbild
Planungsbegleitende Vermessung nach Anl. 1, Ziff. 1.4.4 HOAI, davon
Teilleist., soweit erforderlich Pos. 6.2) Besond. Leistung
Bauvermessung Pos. 6.2.1) Optional Leistung aus dem Leistungsbild
Bauvermessung nach Anl. 1, Ziff. 1.4.7 HOAI für die Bauvermessung (ohne
Bauausführungsvermessung) Pos. 6.3) Optional: Vermessung der
durchgeführten Maßnahmen, unter Beachtung der Vorgaben der
HWGK-Anforderungen.

Pos. 6.4) Optional: Festlegung und Begleitung von Vermessungsarbeiten
Dritter.

Pos. 7) Sonstiges.

Pos. 7.1) Hydraulische Berechnungen.

Pos. 7.1.1) 1D-Hydraulik und HWGK-Nachweis.

Pos. 7.1.2) Optional: 2D-Hydraulik.

Pos. 7.2) Optional: Erstellung von Leistungsverzeichnissen für
Gutachten und andere Zuarbeiten.

Pos. 7.3) Optional: Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Pos. 7.4) Optional: Boden-Management.

Pos. 7.5) Optional: Bau-Management. Koordination, soweit über
Grundleistungen hinausgehend.

II.2.4.2) Termine.

Siehe unter II.2.11).
II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind
nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
Wert ohne MwSt.: 600 000.00 EUR
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des
dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 15/04/2022
Ende: 30/04/2028
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Nach der Umsetzung: LP 9, Objektbetreuung bis zu den
Verjährungsfristen.
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur
Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 4
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

II.2.9.1) Der Auftraggeber fordert nach § 42 (2) VgV nur die Bewerber
zur Abgabe eines Angebotes auf, die nach den Bedingungen dieser
Bekanntmachung ihre Eignung nachgewiesen haben und nicht ausgeschlossen
worden sind. Der Auswertungsbogen Teilnahmebedingungen kann von der
in Ziff. I.3 genannten Vergabeplattform heruntergeladen werden.

II.2.9.2) Der Auftraggeber begrenzt nach § 51 (2) VgV die Anzahl
Bewerber, die gemäß Ziff. II.9.2.1 nicht ausgeschlossen worden sind und
zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, nach den folgenden
Auswahlkriterien mit zugehöriger Gewichtung in []:

- III.1.2.2 Spezif. Jahresumsatz in den letzten drei Jahren [10
Prozent];

- III.1.2.3 Anzahl Mitarbeiter und Führungskräfte [10 Prozent];

- III.1.3.2 Referenzen Unternehmen/Bewerber [18+18+10+10+5+5=66
Prozent)]

- III.1.3.4 Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität [9 Prozent];

- Gesamteindruck der Bewerbung [5 Prozent].

Für diese Auswahlkriterien werden jeweils bis zu 5 Punkten vergeben und
mit der genannten Wichtung gewertet. Nach dieser Wertung kann eine
Punktzahl von bis zu 500 Punkten erreicht werden. Die Bewerber mit den
höchsten Punktzahlen werden zur Angebotsabgabe aufgefordert und
qualifizieren sich als Teilnehmer für die Verhandlungsgespräche.

Bei Bewerbern mit gleicher Punktzahl entscheidet gem. § 75 (6) VgV das
Los.

Der Bewertungsbogen Auswahlkriterien kann von der in Ziff. I.3
genannten Vergabeplattform heruntergeladen werden.
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

II.2.11) Als optional gekennzeichneten Leistungen werden in Stufe II
optional vergeben.

Die einzelnen optionalen Leistungen werden in Abhängigkeit des
Projektfortschrittes und der Mittelbereitstellung für die Umsetzung vom
Auftraggeber schriftlich abgerufen. Ein Rechtsanspruch auf die
Beauftragung optionaler Leistungen besteht nicht. Der Auftraggeber
behält sich vor, die Beauftragung optionaler Leistungen nicht in
Anspruch zu nehmen oder auf Teilleistungen zu beschränken, wenn z. B.
die Gesamtmaßnahme nicht mehr weitergeführt wird, einzelne
Teilleistungen gemäß Projektfortschritt nicht mehr erforderlich werden,
der Auftraggeber mit der Qualität der erbrachten Leistungen nicht
zufrieden ist oder keine Einigung über eventuelle zusätzlich
erforderliche Leistungen erzielt wird.

Zu II.2.4.2) Termine.

Für den Auftrag gelten:

a) Leistungsbeginn unmittelbar nach Abschluss des Verfahrens,
Vertragsbeginn vsl. April 2022.

b) Abschluss der LP 8 so, dass die erforderlichen
Anpflanzungen/Einsaaten vor Beginn der LGS (Mai 2028) vorgenommen
werden können. Das bedingt, dass ein Großteil der Bauarbeiten bis Ende
2026 abgeschlossen ist. Restarbeiten/vollständiger Abschluss LP 8 und
Abnahme bis vsl. 30.04.2028.

d) LP 9 bis zum Ablauf der Gewährleistungsansprüche.

Diese Terminvorgaben werden im Auftragsfall Vertragsbestandteil, sofern
vom AG im Verhandlungsverfahren keine geänderten Terminvorgaben
mitgeteilt werden (z.B. Verschiebung Leistungsbeginn ohne Verkürzung
der Gesamtlaufzeit). Unmittelbar nach Leistungsbeginn ist vom
beauftragten Bieter ein entsprechender Terminplan für die Umsetzung im
Entwurf aufzustellen und mit dem AG abzustimmen, der diese
Terminvorgaben als Rahmentermine ausweist.

Ein vorläufiger Zeitplan liegt den Vergabeunterlagen im Entwurf bei.
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Die o.g. Leistungen sind mit anderen Beteiligten abzustimmen.

Fragen zum Teilnahmewettbewerb sind ausschließlich über die
Vergabeplattform einzureichen.

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

III.1.1.1) Teilnahmeanträge u. Angebote sind mithilfe elektron. Mittel
einzureichen, vgl. §§ 53 (1) und 10 VgV. Gefordert: Einreichung
elektronisch in Textform über die Vergabeplattform gem. Ziff. I.3. Die
Unterzeichnung von Anträgen u. Dokumenten erfolgt durch den Eintrag des
vollständ. Vor- u. Zunamens des Erstellers, bei Erfordernis zusätzlich
durch Ergänzung der Unternehmensbezeichnung, z.B. zur eindeutigen
Zuordnung bei Bietergemeinschaften. Die Personen, die zur
Unterzeichnung des Antrags u. zur Vertretung des Bewerbers in diesem
Verg.verfahren ermächtigt sind, sind in der Einheitl. Europäischen
Eigenerklärung (EEE) gem. Ziff. III.1.1.3 u. durch ergänz.
Informationen zur Berechtigung der Vertretung gem. Ziff. III.1.1.2 zu
benennen.

Hinweis:

TN-Anträge sind explizit mit Anschreiben zu stellen; auf der o.g.
Vergabeplattform sind hierzu Vorlagen eingestellt alternativ ist die
Verwend. formloser Anschreiben möglich.

III.1.1.2) Vorlage eines akt. Nachweises über die Eintragung in einem
Berufs- od. Handelsregister (HR), zum Zeitpunkt der Teilnahme nicht
älter als 1 Jahr, od. Nachweis der erlaubten Berufsausübung auf and.
Weise gem. § 44 (1) VgV.

Bei ausländ. Bewerbern durch eine Beschein. der zuständ. Behörde des
Herkunftslandes, ggf. mit zugehöriger Übersetzung.

Bei Unternehmen, die nicht zur Eintragung in ein HR o.ä. verpflichtet
sind, durch Eigenerklärung.

Aus dem Nachweis müssen die Rechtsform u. die Berechtigung der
Person(en) für die rechtsgeschäftl. Unterzeichnung des Antrags u. der
verlangten Erklärungen zweifelsfrei hervorgehen.

Im Fall einer Bewerber-/Bietergemeinschaft (BG) ist für jedes Mitglied
der Gemeinschaft ein sep. Nachweis vorzulegen.

III.1.1.3) Als vorläuf. Beleg der Eignung und des Nicht-Vorliegens von
Ausschlussgründen wird n. § 48 (3) VgV eine EEE gemäß § 50 VgV
verlangt; wahlweise können die in der EEE enthalt. Erklärungen u.
Angaben als Eigenerklärungen eingereicht werden. Die EEE wird als
Vorlage in elektron. Form bereitgestellt (xml-Format); Bearbeitung
unter:

[10]https://uea.publicprocurement.be/. Die EEE ist mit dem vollständ.
Vor- u. Zunamen des Erstellers zu versehen u. mit dem TN-Antrag über
die Vergabeplattform elektronisch einzureichen (Datei/Ausdruck vzw. im
pdf-Format).

Im Fall einer BG ist die EEE für jedes Mitglied einzeln vorzulegen (§
47 (4) VgV).

Ergänzend zur EEE u. den darin geford. Erklärungen u. Angaben werden
weit. Belege zur Eignung verlangt, die in dieser Bekanntmachung genannt
sind.

III.1.1.4) Bewerber-/Bietergemeinschaften (BG) sind zugelassen, wenn
alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften u. ein geschäftsführendes
Mitglied als bevollmächtigter Vertreter bestimmt ist, auch über die
Auflösung der BG hinaus (§§ 47 (3) und 53 (9) VgV). In diesem Fall ist
mit dem TN-Antrag eine entsprechende von allen Mitgliedern
rechtsverbindlich unterzeichnete Erklärung in eingescannter Form
einzureichen.

III.1.1.5) Bei beabsichtigter Vergabe eines Unterauftrags (UA) wird mit
dem TN-Antrag eine Erklärung des Bewerbers verlangt, welche Teile u.
Anteile des Auftrags das Unternehmen beabsichtigt als UA zu vergeben (§
46 (3) Nr. 10 VgV); vom beabsichtigten UA-Nehmer ist die EEE gem. Ziff.
III.1.1.3 sep. in elektron. Form vorzulegen (§ 47 (2) VgV).

III.1.1.6) Verpflichtungserklärungen gem. § 47 (1) VgV der Unternehmer,
an die ein UA vergeben werden soll, werden von den Bewerbern verlangt,
die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, und sind spätestens mit dem
Angebot elektronisch vorzulegen.

III.1.1.7) Vor einer Vergabe bzw. im Auftragsfall sind die vorsteh.
Nachweise u. Erklärungen auf Anforderung im Original vorzulegen.
III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

III.1.2.1) Nachweis nach § 45 (4) Nr. 2 VgV zur
Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen (MDS) wie unten
genannt. Ersatzweise Bescheinigung einer Versicherung, dass im
Auftragsfall der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung
entsprechender Deckung zugesagt ist. Der Nachweis wird von den
Bewerbern verlangt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, und ist
spätestens mit dem Angebot vorzulegen. Im Fall einer BG wird für jedes
Mitglied der Gemeinschaft ein separater Nachweis gefordert. Vor einer
Vergabe bzw. im Auftragsfall ist der Nachweis auf Anforderung im
Original vorzulegen.

Geforderte MDS für Personenschäden: 2,0 Mio. EUR.

Geforderte MDS für sonstige Schäden: 2,0 Mio. EUR.

III.1.2.2) Erklärung nach § 45 (4) Nr. 4 VgV über den Gesamtumsatz und
den spezifischen Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags in den
letzten drei Geschäftsjahren, bevorzugt als formlose Eigenerklärung;
bei deren Vorliegen kann auf die Angaben zum Umsatz in der EEE gemäß
Ziff. III.1.1.3 verzichtet werden. Im Fall einer
Bewerber-/Bietergemeinschaft ist für jedes Mitglied der Gemeinschaft
eine separate Erklärung vorzulegen.

III.1.2.3) Erklärung nach § 46 (3) Nr. 8 VgV, aus der die Zahl der
Führungskräfte des Unternehmens und die durchschnittliche jährliche
Beschäftigtenzahl in den letzten drei Jahren ersichtlich ist, bevorzugt
als formlose Eigenerklärung; bei deren Vorliegen kann auf die Angaben
zu den Beschäftigten in der EEE gemäß Ziff. III.1.1.3 verzichtet
werden. Im Fall einer BG ist für jedes Mitglied der Gemeinschaft eine
separate Erklärung vorzulegen.
III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

III.1.3.1) Erklärung nach § 43 (1) VgV zu dem für die Erbringung der
Leistung vorgesehenen Personal mit Nennung der Funktion im Projekt (PL
[Projektleiter], SPL [stellvertretender Projektleiter], ggf.
Fachprojektleiter, fachliche Zuständigkeiten) und der Funktion beim
Bewerber. Ergänzend werden für das verantwortliche Personal Angaben zur
Berufsqualifikation mit zugehörigem Nachweis verlangt (z.B.
Diplomzeugnis, siehe auch Ziff. III.2.1). Ziff. III.1.3.3 ist zu
beachten.

III.1.3.2) Nachweis geeigneter Referenzen des Bewerbers (Unternehmen)
nach § 46 (3) Nr. 1 VgV über ausgeführte Leistungen, die unter
Beachtung der weiter unten aufgeführten Mindeststandards ganz oder
teilweise den anstehenden Aufgaben entsprechen.

Referenzen können entweder vom Bewerber selbst (bei
Bewerbergemeinschaften: von mind. einem der Bewerber) oder von einem im
aktuellen Verfahren benannten Nachunternehmer im Rahmen der
Eignungsleihe (§ 47 VgV) erbracht werden.

Zu den Referenzen werden jeweils folgende Angaben gefordert, die
obligatorisch im Formular Eignungskriterien Bewerber anzugeben sind:
Projektbezeichnung, Kosten der Maßnahme bzw. Honorar der
Dienstleistung, Auftragnehmer, Auftraggeber mit Ansprechpartner u.
Kontaktdaten, Ausführungsort, Objekttyp und -größe, erbrachte
Leistungen bzw. Leistungsphasen und Honorarzonen (soweit zutreffend),
Zeitraum der Leistungserbringung (für abgeschlossene
Leistungen/Leistungsphasen).

Unterschieden wird zwischen obligatorisch vorzulegenden
Mindestreferenzen und weiteren, fakultativen Referenzen.
Mindestreferenzen sind in besonderem Maße geeignet, das mit den
anstehenden Aufgaben vergleichbare Leistungsspektrum des Bewerbers
darzustellen und die Einhaltung der Mindeststandards für die
Eignungskriterien nachzuweisen. Sie werden einer differenzierten
Bewertung unterzogen. Hierzu können zusätzlich zu den geforderten
Referenzangaben im Formular Eignungskriterien beschreibende
Darstellungen auf maximal zwei DIN-A4-Seiten eingereicht werden
(Gestaltung freigestellt). Weitere Referenzen dienen der
Vervollständigung zum Nachweis der Bewerber-Qualifikation.

Konkretisierende Anforderungen an die Referenzen (Anzahl, Umfang,
Alter) sind unter der Rubrik Mindeststandards aufgeführt.

III.1.3.3) Nachweise geeigneter Referenzen des Projektleiters, des
stellvertretenden Projektleiters und ggf. des Fach-Projektleiters Pegel
nach § 46 (3) Nr. 1 VgV über ausgeführte Leistungen, die ganz oder
teilweise den anstehenden Aufgaben entsprechen, werden ERST MIT DER
ABGABE DES ANGEBOTES gefordert und gewertet.

III.1.3.4) Erklärung des Bewerbers nach § 46 (3) Nr. 3 VgV zu den
Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität seiner Leistungen im Hinblick
auf Zufriedenheit des Auftraggebers, fachliche Korrektheit,
Wirtschaftlichkeit, Termintreue, Flexibilität, Datenaustausch und
Dokumentation (i.d.R. durch Eigenerklärung, ggf. ergänzend
Bescheinigung einer Zertifizierungsstelle).
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Mind.-Standards zu Ziff. III.1.3.2 (Ref. Bewerber):

Für die Wertung als geeignete Ref. gelten folg. Mind.-Standards, die
aus den Ref.-Angaben des Bewerbers eindeutig hervorgehen müssen.

Allgemein.

a) Max. Anzahl an Referenzen: 6.

b) Alter der Ref. zum Zeitpunkt der Bewerbungsfrist sein (Abschluss LP
8, bei lfd. Proj. mind. Abschluss LP 7 o.vglb., soweit anwendbar):
Allg. nicht älter als 15 Jahre und im Bereich der Techn. Ausrüstung
Pegel nicht älter als 10 Jahre.

c) Ref. können erbracht werden durch: Bewerber / Mitglied der
Bewerbergemeinschaft / im aktuellen Verfahren benannte Nachunternehmen
(NU). Nur eigene Leistungen sind anzuführen, d.h. solche, die vom
Bewerber od. von dessen im akt. Verfahren benannten NU erbracht wurden.

Spez. Anforderungen für Ing.-/Arch.-Leistungen.

Erfahrungen in der Planung von ökologischen Gewässer- und
Uferumgestaltungen, von Bauwerken und Anlagen des Wasserbaus sowie in
der Planung von Pegeln, im Speziellen entsprechend den nachfolgenden
Anforderungen:

1) 4 Mindestreferenzen (obligatorisch). Bis zu 2 weitere Referenzen.

2) Ref. 1 = Mindestreferenz = Objektplanung einer ökologischen
Gewässerumgestaltung eines Fließgewässers (Strukturmaßnahme) inkl.
Ufergestaltung nach § 39 od. § 43 HOAI inkl. örtl. Bauüberwachung,
mind. Honorarzone II, mind. LP 2 bis 8, Gewässerlänge mind. 0,5 km,
Baukosten mind. 1,2 Mio. EUR (netto). Zusatzpunkte, wenn mit: a)
Hydraul. Modellierung u. HWGK-Nachweis. b) Hochwasserschutz-Maßnahmen.

3) Ref. 2 = Mindestreferenz = Komplettplanung für Pegel an Gewässern I.
Ordnung, Ing.-BW nach § 43 HOAI, mind. Honorarzone II, mind. LP 2 bis
8. Nicht älter als 10 Jahre. Zusatzpunkte, wenn mit: a)
Einschnürungsbauwerk. b) Raue Rampe.

4) Ref. 3 = Mindestreferenz = Objektplanung einer ökologischen
Gewässerumgestaltung eines Fließgewässers inkl. Ufergestaltung nach §
39 od. § 43 HOAI, mind. Honorarzone II, mind. LP 2 bis 4 und/oder 5 bis
8, Gewässerlänge mind. 0,25 km, Baukosten mind. 0,6 Mio. EUR (netto).
Zusatzpunkte, wenn mit: a) Hydraul. Modellierung / HWGK-Nachweis. b)
Hochwasserschutz-Maßnahmen. c) Vollständige Planung (mind. LP 2 bis 8).
d) Örtl. Bauüberwachung bei Ing.-Bauwerken bzw. Bauoberleitung bei
Freianlagen.

5) Ref. 4 = Mindestreferenz = Weitere Ref. aus dem Bereich Techn.
Pegelplanung. Zusatzpunkte, wenn mit: a) Einschnürungsbauwerk. b) Raue
Rampe.

6) Ref. 5 u. 6 = Leistungen aus dem vorgen. Bereich, ggf. zur
Vervollständ. des geforderten Mind.- Standards; alle genannten
Leistungen sind in mind. 1 Projekt nachzuweisen. Zusatzpunkte, wenn mit
der Referenz mehr als eine Leistung nachgewiesen wird.

Mind.-Standards zu Ziff. III.1.3.3 (Ref. Projektleiter, Stellvertreter,
Fach-PL):

Siehe Dokument Ergänzende Informationen zur Bekanntmachung.
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand
vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

III.2.1.1) Für die Erbringung der Leistung des verantwortlichen
Projektleiters wird eine Berufsqualifikation als Ingenieur, Architekt
oder vergleichbar im Sinn der §§ 75 (1) und (2) VgV gefordert. § 75 (3)
VgV gilt entsprechend. Ein Nachweis der Berufszulassung für die
verantwortliche Person ist vorzulegen (z.B. Diplomzeugnis, Eintrag in
ein Berufsregister). Juristische Personen und Gesellschaften haben die
Stellung der Person anzugeben, für welche ein Nachweis beigefügt ist,
sowie eine Eigenerklärung zur Übernahme der inhaltlichen Projektführung
durch diese Person (siehe auch Erklärung zum Personal gemäß
Ziff.III.1.3.1). Bei Bietergemeinschaften ist eine solche Erklärung für
ein Mitglied beizufügen.

III.2.1.2) Änderungen im Hinblick auf das vom Bewerber benannte
Schlüsselpersonal (Projektleiter und Stellv. Projektleiter) und die
Verteilung der Funktionen sind nach der Zuschlagserteilung nur mit
Zustimmung des Auftraggebers zulässig. Dies betrifft auch die
Beauftragung anderer Nachunternehmer.
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

III.2.2.1) Zusätzliche Vertragsbedingungen zum Landestariftreue- und
Mindestlohngesetz Baden-Württemberg (LTMG-BW).

III.2.2.2) Ein Vertragsmuster mit allgemeinen und besonderen
Vertragsbedingungen wird mit den Vergabeunterlagen zur Verfügung
gestellt.

III.2.2.3) Die Bestimmungen von Genehmigungs- sowie Förderungs- und
Bewilligungsbescheiden sind vom Auftraggeber / Zuwendungsempfänger und
von den Ausführenden zu beachten.
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der
Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren
IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen
Beschaffungssystem
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf
der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne
Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 20/12/2021
Ortszeit: 11:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur
Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 21/01/2022
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Laufzeit in Monaten: 3 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der
Angebote)

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Die Zahlung erfolgt elektronisch
VI.3)Zusätzliche Angaben:

VI.3.0) Alle ergänzend zu dieser Auftragsbekanntmachung zur Verfügung
gestellten Unterlagen und weiteren Informationen zum Vergabeverfahren
sind auf der in Ziff. I.3 genannten Vergabeplattform frei zugänglich
und kostenlos als Download abrufbar. Die Unterlagen auf der
Vergabeplattform werden hinsichtlich möglicher Fragen und weiterer
Auskünfte zum Vergabeverfahren nach Bedarf fortlaufend ergänzt.
Interessenten können sich auf der Vergabeplattform registrieren und
werden dann automatisch über Ergänzungen / Änderungen informiert. Nicht
registrierte Interessenten müssen sich auf der Vergabeplattform
eigenständig über evtl. Änderungen informieren.

Weitere Angaben zu Ziff. VI.3) erfolgen (aus Platzgründen) auf der
vorgenannten Vergabeplattform im Dokument Ergänzende Informationen zur
Bekanntmachung. Das Dokument ist Bestandteil der Bekanntmachung.

Das Vergabeplattform-Dokument mit der Nr. 110 zeigt eine Übersicht der
zur Verfügung gestellten Unterlagen.

Weitere Angaben: Siehe Dokument Ergänzende Informationen zur
Bekanntmachung.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim
Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: [11]vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721-926-8730
Fax: +49 721-926-3985
Internet-Adresse:
[12]https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim
Regierungspräsidium Karlsruhe
Ort: Karlsruhe
Land: Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Auf folgende Bestimmungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung
(GWB) zu Anträgen für Nachprüfungsverfahren wird hingewiesen:

§ 160 GWB - Einleitung, Antrag.

(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag
ein.

(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem
öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in
seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von
Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem
Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein
Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend
gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht
innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der
Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung
erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der
Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe
gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den
Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der
Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden,

4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des
Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit
des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt
unberührt.
VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim
Regierungspräsidium Karlsruhe
Ort: Karlsruhe
Land: Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
18/11/2021

References

6. mailto:h.dietz@wat.de?subject=TED
7. http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/
8. https://www.subreport.de/E91374929
9. https://www.subreport.de/E91374929
10. https://uea.publicprocurement.be/
11. mailto:vergabekammer@rpk.bwl.de?subject=TED
12. https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx

 
 
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